Der Sportausschuss berichtet:
Die Vorrunde ist beendet und die Winterpause kann nun beginnen. Zeit, um ein kurzes Resümee einer durchwachsenen Vorrunde zu ziehen. Waren wir in den vergangenen beiden Jahren sehr erfolgsverwöhnt und konnten sechs Aufstiege feiern, werden wir in dieser Saison kleinere Brötchen backen müssen. Konnten also in letzter Zeit eher die Mannschaften in unteren Regionen auftrumpfen, so glänzten in der Vorrunde unsere beiden Spitzenteams. Die Herren wurden etwas überraschend Herbstmeister, während unsere Damen einzig der Topmannschaft aus Darmstadt den Vortritt lassen mussten. Als enttäuschend muss das Abschneiden unserer 3. Damen und vor allem das Abmelden der 5.Damen zur Rückrunde bezeichnet werden.
1.Herren
Mit dem Erfolg vergangene Woche gegen Topfavorit Biebrich konnte sich das Team den Herbstmeistertitel sichern. Wurden im Vorfeld der Saison eher Biebrich, Obertshausen und Erbenheim als Aufstiegskandidaten genannt, so konnten wir als Außenseiter locker aufspielen, obwohl auch wir mit Aufstiegsambitionen an den Start gegangen waren. Viele Spiele wurden deutlich gewonnen, einzig gegen die TG Obertshausen musste man sich ersatzgeschwächt geschlagen geben. Mit 17:3 Punkten liegen wir an der Spitze und in der Rückserie empfangen wir unsere größten Widersacher noch zu Hause. Nach der Enttäuschung vergangene Saison, war es eine große Erleichterung, dass man doch noch Spiele gewinnen kann. Mit Timo und Björn hatten sich vor der Saison zwei Talente in die Mannschaft gespielt, was sie sich mit guten Leistungen verdient hatten. Beide konnten die Erwartungen erfüllen, wobei hier noch viel Luft nach oben ist. Überragend spielte Thomas, der mittlerweile zu den besten Spielern im vorderen Paarkreuz zu zählen ist. Erfreulicherweise stand auch Ronny wieder zur Verfügung, der gegen die Spitzenmannschaften wieder zum Schläger griff. Ein Glücksfall für die Mannschaft, denn insbesondere gegen Biebrich zeigte Ronny Tischtennis der Extraklasse. In der Rückserie setzen wir auf unsere Heimstärke und wollen versuchen den direkten Wiederaufstieg in dieOberliga zu schaffen.
2. Herren
Mit dem Aufstieg von Klarenthal und Lahnau kamen zwei Mannschaften in die Liga, die bereits in ihrem ersten Jahr zu den Aufstiegskandidaten gezählt werden mussten. In den vergangenen Jahren konnte man schon früh absehen, welche Mannschaften wohl absteigen würden, da das Gefälle innerhalb der Liga doch recht groß war. Auch in dieser Saison ist die Abstiegsfrage wohl bereits geklärt, wobei als Neuerung ein Relegationsplatz eingeführt wurde. Diesen Platz füllt unser Team im Moment aus, wobei sie unverschuldet in diese Abstiegsnot geriet. Nur selten konnte man komplett spielen, da man in den wichtigen Partienstets einen Spieler nach oben abgeben musste. Dennoch ist der Abstand zu den unmittelbaren Kontrahenten nur gering, so dass man in der Rückserie noch voll angreifen kann. In der Rückserie wird man keine Ersatzstellungen mehr haben, was sich sicherlich auch positiv auswirken wird. Mit dem Sieg gegen den Titelaspiranten Kriftel II hat die Mannschaft gezeigt, zu was sie komplett in der Lage ist zu leisten. Mit diesem Wissen und einem überragenden Raphael sollte man auch den Relegationsplatz noch hinter sich lassen.
3. Herren
Große Verletzungssorgen plagten die 3. Herren, denn mit Ingo, Christian und Nicolaj hatte man während der Saison stets einen Verletzten in den eigenen Reihen, der ersetzt werden musste. Insbesondere Christian hatte es schwerer erwischt, der sich trotz Trainingsrückstands in den Dienst der Mannschaft stellte und diese nicht im Stich ließ. Dennoch spielte man unter diesen Voraussetzungen eine sehr gute Vorrunde und belegt, mit einem stattlichen Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze, einen soliden Mittelfeldplatz. Der Klassenerhalt sollte mit nur wenigen Punkten in der Rückserie zu erreichen sein. Zur Rückrunde ist der Mannschaft nur zu wünschen, dass alle Akteure ihre Verletzungen auskurieren, um dann nochmals versuchen den einen oder anderen zu ärgern. Herauszuheben ist Julian, der im hinteren Paarkreuz eine ganz starke Leistung zeigte und als Belohnung in der Rückserie ins vordere Paarkreuz rückt.
4. Herren
Der Aufsteiger hat in der Bezirksliga schnell Fuß gefasst und mit einem Spielverhältnis von 13:9 auch ein positives Punktekonto. Am Ende der Vorrunde konnte man mit vier Siegen in Folge eine kleine Serie starten, die leider nun durch die Winterpause unterbrochen wurde. Derzeit liegt man auf einem gesicherten Mittelfeldplatz, was man insbesondere den „jungen Wilden“ in der Mannschaft zu verdanken hat. Die „Oldies“ sorgten für gute Laune und die Organisation, während die „Youngsters“ mit starken Bilanzen auf sich aufmerksam machten.Christian, Nils und Martin haben sich für höhere Aufgaben empfohlen und dürfen in der Rückserie nun alle ein Paarkreuz aufrücken, so dass es interessant zu beobachten sein wird, ob sie sich nochmals steigern können. Es bleibt zu hoffen, dass Jochen und Frank sich hinten etwas stabilisieren und vielleicht das eine oder andere Spiel mehr gewinnen als in der Vorrunde.
5. Herren
Die Mannen um unseren Präsidenten Sigi werden in der Rückrunde noch eine Schippe drauf legen müssen, um nicht noch Gefahr zu laufen, auf den Relegationsplatz abzurutschen. Bei vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist man noch nicht endgültig gesichert, da sicherlich auch die beiden Kontrahenten auf den weiteren Plätzen ihre Chance noch suchen werden. Dennoch muss man mit dem 10.Platz nicht unzufrieden sein, da man als Aufsteiger sich zunächst an die neue Spielklasse gewöhnen musste. Sehr erfreulich ist die Entwicklung von unseren Neuzugang Domenik Zabel, der im vorderen Paarkreuz eine fast ausgeglichene Bilanz vorzuweisen hat. In der Rückserie ist hier noch einiges zu erwarten. Igor, unser zweiter Youngster, musste noch etwas Lehrgeld zahlen und wird sein Trainingspensum erhöhen müssen.
6. Herren
Positiv zu berichten ist, dass die Mannschaft das Ausscheiden von Martin Lissek problemlos kompensieren konnte und sich auf einem guten 7.Platz einsortiert hat. Das ist umso bemerkenswerter, da man eigentlich nur mit fünf Stammspielern die Vorrunde absolvieren musste. In negativer Hinsicht bleibt hier zu bemerken, dass es die Mannschaft nicht geschafft hat, einen weiteren Spieler mit einzubinden. Leider wurde hier nicht weiter gedacht, denn nun muss ein Spieler aus der 7. Mannschaft aufrücken, obwohl es auch hier Personalprobleme gibt. Wir freuen uns aber, dass mit Michael Roßbach wieder ein langjähriges Mitglied den Weg in die Halle gefunden hat, um am Spielbetrieb teilzunehmen. Weiterhin ist es schön zu sehen, dass Tom eine so tolle Entwicklung macht und sich weiter verbessert. Im vorderen Paarkreuz kann er sich nun beweisen und sich für die kommende Saison empfehlen.
7.Herren
Die 7.Herren hatte, obwohl personell eigentlich gut ausgestattet, schwer unter Verletzungen und Krankheiten zu leiden. Erst musste Dauerbrenner Hans die Segel streichen, dann hatte auch noch Willi gesundheitliche Probleme. Leider steht auch Uli aus beruflichen Gründen nicht immer zur Verfügung, so dass man personell am Krückstock ging. Dennoch konnte man überzeugen und als Aufsteiger einen hervorragenden 4. Platz erspielen. Leider muss zur Rückserie Klaus an die 6. Mannschaft abgegeben werden, was die gesamte Personalsituation nicht unbedingt verbessert. Die Oldies werden die Winterpause nutzen müssen, um sich für die Rückrunde zu schonen.
8.Herren
Zu Beginn der Saison gab es große Diskussionen, ob die 8. Herren in die 3. Kreisklasse zurückgezogen werden sollte. Die Personaldecke war sehr dünn und nur mit großem Kraftaufwand hätte man es schaffen können, stetig komplett anzutreten. Dieser Gefahr wollten wir uns nicht aussetzen, da die oberen Mannschaften selbst häufig auf Ersatz zurückgreifen müssen. Betrachtet man sich die Liste der Rekonvaleszenten, dann haben wir mit der Zurückziehung in die 3. Kreisklasse richtig entschieden. Das Abschneiden nach der Vorrunde entspricht voll den Erwartungen der Mannschaft, denn mit einem oberen Mittelfeldplatz kann man sehr zufrieden sein.
1. Damen
Mit den beiden Neuzugängen Nadine Buchholz und Andrea Hofmann konnte man die Mannschaft zu Saisonbeginn gezielt verstärken. Beide haben sich sehr gut und schnell integriert und sind für uns ein absoluter Glücksgriff. Als klar formuliertes Ziel wurde ein Platz unter den besten drei Teams ausgegeben. Nach der Vorrunde belegt man hinter der Topmannschaft Darmstadt 98 einen sehr guten 2. Platz. Diesen Platz gilt es auch in der Rückrunde zu verteidigen, denn man wird sich an den Kontrahenten auf den folgenden Plätzen orientieren müssen. Darmstadt 98 ist nicht zu gefährden und wird den Titel auch souverän gewinnen. Erfreulich ist, dass alle Stammspielerinnen eine positive Bilanz vorzuweisen haben, wobei Sarah und Andrea herausragen. Beide befinden sich auch unter den Besten der Liga, wenn man sich die Einzelrangliste betrachtet. Ebenfalls sehr positiv sind die Bilanzen von Anne und Nadine, die ebenfalls ein gutes Spielverhältnis aufzuweisen haben. Einzig die Doppelausbeute lässt zu wünschen übrig. Obwohl man über zwei eingespielte Doppel verfügt, gelingt es zu selten, sich hier bereits zu Beginn eine Führung herauszuspielen. In der Rückserie wird man die gute Leistung der Vorrunde wiederholen müssen, denn auch die Teams dahinter schielen auf den 2. Platz.
2. Damen
Nach dem Aufstieg und den Abgängen Brück und Krießbach musste die Mannschaft komplett neu aufgestellt werden. Mit Sabine, Silja und Bettina konnte man diese Abgänge jedoch kompensieren und auch in der Oberliga eine gute Rolle spielen. Obwohl Bettina der Mannschaft nur selten zur Verfügung stand, kann man mit einem 4. Platz nach der Vorrunde sehr zufrieden sein. Sicherlich könnte man sogar weiter vorne mitspielen, was jedoch nicht im Sinne der Mannschaft ist. Marisa setzt ihre gute Entwicklung weiter fort, die mit sehr guten Ergebnissen in der Hessenliga seinen Anfang nahm. Spitzenspielerin Sabine zeigte einmal mehr, dass auf sie Verlass ist, denn mit einer ganz starken Bilanz machte sie dieses gute Abschneiden erst möglich. Leider musste das Team häufig auf Ersatz zurückgreifen, was jedoch in der Rückrunde nicht mehr nötig sein wird. Nicole Reuter wird nach ihrer Schwangerschaft wieder voll einstiegen und die Mannschaft nun tatkräftig unterstützen.
3. Damen
Als enttäuschend muss das Abschneiden der 3. Damen bezeichnet werden. Derzeit liegt die Mannschaft auf dem 10. Platz, was den Abstieg nach der Saison zur Folge hätte. Obwohl mit Jacky, Nicole und Bianca die Mannschaft zu Saisonbeginn deutlich verstärkt wurde, konnte man daraus kein Kapital schlagen und war in den meisten Spielen völlig chancenlos. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt bereits vier Punkte, so dass es wohl nicht zu schaffen sein wird, den drohenden Abstieg noch zu vermeiden. Nach vielen Jahren im Abstiegskampf hätte der Abstieg vielleicht auch etwas Gutes, denn man könnte in der nächsten Saison mal befreit aufspielen. Dennoch ist hoffentlich der Kampfgeist geweckt und die Mannschaft versucht nochmals das Unheil abzuwehren.
4. Damen
Die letzten Jahre mussten die Damen um Petra häufig unter dem Personalmangel im Damenbereich leiden. In dieser Saison sollte jedoch einiges besser werden. Mit Ilona konnte die Mannschaft verstärkt werden und man konnte somit auf fünf Spielerinnen zurückgreifen. Bei nur sieben auszutragenden Punktspielen konnte man sogar rotieren, so dass Tischtennis für niemanden zur Belastung wurde. Kein Vergleich zur Vorsaison, als man häufig mit nur drei Spielerinnen antreten musste. Der Sportwart hatte vor der Saison die Meisterschaft als Ziel verkündet, woran sich die Mannschaft jedoch noch nicht halten möchte. In der Vorrunde musste man Eschhofen den Vortritt lassen, so dass man sich dennoch auf einem guten 2. Platz befindet. Dieser würde ein Relegationsspiel nach sich ziehen, sofern man diesen Platz in der Rückserie verteidigen kann. Es bleibt abzuwarten, ob man Eschhofen auf dem Weg zur Meisterschaft noch gefährden kann.
5. Damen
Viel Hoffnung hatte man in die 5.Damen gesteckt, denn der TTC Staffel konnte viele Jahre keine fünf Damenteams mehr melden. Dass die Damen auch in der Kreisliga einen schweren Stand haben würden, war allen Beteiligten klar. Dennoch waren die hohen Niederlagen vielleicht Anlass, um frühzeitig das Handtuch zu werfen. Am Ende wurden andere Dinge wichtiger, so dass sogar Punktspiele geschenkt wurden. Außer Biggi zeigte niemand mehr das nötige Engagement, um sich auch in der Rückserie zu beweisen. Wenn Tischtennis nur als notwendiges Übel gesehen wird, dann sollte man es lieber ganz bleiben lassen. Schade, für Biggi, aber nach der Vorrunde ist Schluss und die 5. Damen wird vom Spielbetrieb abgemeldet.



