Am Samstag reisten wir nach Frankfurt, um uns mit dem Aufsteiger aus Dornbusch/Niederursel zu messen. Dass wir die Partie mit 9:5 siegreich gestalteten haben wir insbesondere Stefan und Timo zu verdanken, die alleine sechs Punkte zum Gesamterfolg beitrugen. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen, denn über einen Punktverlust hätten wir uns nicht beschweren dürfen.
Die Ersatzstellung des Gegners und die drei überlegenen Doppelgewinne machten uns zu selbstsicher, so dass etwas die Spannung nachließ, was der Gastgeber gekonnt ausnutzte. Dornbusch/Niederursel musste ohne ihren Spitzenspieler Steyer und den verletzten Cipu auskommen, was natürlich auch Auswirkungen auf die Doppel hatte. Die neuformierten Doppel waren völlig chancenlos und so konnten wir eine klare Führung herausspielen. Dass diese Enttäuschung jedoch keinen Einfluss auf die Moral haben sollte, zeigte sich eindrucksvoll als es in die Einzel ging.
Hier präsentierte sich der Gastgeber von seiner besten Seite und machte uns das Leben schwer. Den Anfang machte der Italiener Torregrossa, der ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch drehen konnte. Nasdi führte schon mit 2:0 Sätzen und hatte bei 10:6 vier Matchbälle, die er jedoch alle nicht verwerten konnte. In den folgenden Sätzen war Nasdi mehr mit nachdenken, als mit Spielen beschäftig, so dass eine Niederlage die Konsequenz war. Thomas hatte große Probleme mit den guten Aufschlägen von Murawski und fand nie in einen richtigen Spielfluss. Das starke vordere Paarkreuz von Dornbusch/Niederursel schaffte somit wieder den Anschluss. Dornbusch war wieder im Spiel und zeigte jetzt den nötigen Biss, um trotz der Personalprobleme für eine Überraschung zu sorgen. Andre wollte Nasdi nicht nachstehen und verlor ebenfalls nach einer 2:0 Satzführung. Anfangs hatte er seinen Kontrahenten Macko sicher im Griff, dann schlichen sich immer mehr Fehler mit der Rückhand ein, bis er dann zum Schluss völlig ohne Rückhand spielen musste. Macko konnte mit seinem Spielgewinn den Ausgleich zum 3-3 herstellen, so dass wieder alles offen war.
Timo zeigte sich davon unbeeindruckt und präsentierte sich in sehr guter Form. Timo verlor zwar gegen Mergener den 1. Satz, nutzte jedoch in den folgenden Sätzen seine Möglichkeiten. Ein wichtiger Erfolg für die Mannschaft, denn ein weiterer Rückschlag hätte das Spiel kippen können. Stefan war gegen den Ersatzmann Durrani ungefährdet und ließ ihm keine reelle Siegchance. Raphael, der für Björn einsprang, hatte mit Hausmann eine ganz harte Nuss zu knacken. Hausmann war in der laufenden Saison noch ungeschlagenen und es zeigte sich schnell, dass Raphael eine schwere Aufgabe bevorstand. Die ersten beiden Sätze gingen in die Verlängerung, in denen Raphael nicht das Glück auf seiner Seite hatte. Leider gelang es ihm nicht diesen Rückstand wieder wett zu machen, so dass er einem sehr starken Hausmann zum Sieg gratulieren musste.
Mit einer 5-4 Führung sollten wir nun in die 2. Runde gehen. Thomas zeigte sich erholt von seiner Niederlage und rehabilitierte sich mit einem klaren 3:0 Erfolg, der uns die 6:4 Führung brachte. Nasdi war völlig chancenlos gegen Murawski, was jedoch nur zum Teil an seinem Gegner lag. Nasdi war mental noch angeschlagen, da er seine klare Führung aus dem ersten Einzel immer noch im Hinterkopf hatte. Es gelang ihm leider nicht das auszublenden und sich neu zu konzentrieren. Andre machte dort weiter, wo er gegen Macko aufhörte. Die ersten beiden Sätze war die Rückhand ein völliger Ausfall, was sich in dem knappen Spielstand wiederspiegelte. Hätte sich dies ab dem 3. Satz nicht geändert, wäre Mergener als Gewinner vom Tisch gegangen. Jetzt sollte die große Stunde von Timo schlagen, der uns mit seinem Erfolg auf die Siegerstraße brachte. Timo zeigte eine taktisch glänzende Leistung, über die der Sportwart immer noch ganz begeistert ist. Bis auf den 3. Satz, den Timo nach Matchbällen noch abgeben musste, hatte Macko nicht den Hauch einer Chance. Kompliment an Timo, dem dieser Erfolg viel Selbstvertrauen geben sollte. Dass auch wir Spiele noch drehen können zeigte Stefan, der sich schon fast mit 0:2 Sätzen im Rückstand sah. Hausmann spielte auch gegen Stefan ganz stark auf und dieser fand lange Zeit überhaupt kein Mittel, um sich dagegen zu wehren. Die Wende erfolgte im 2. Satz als Stefan schon mit 0:1 Sätzen und 7:10 zurücklag. Stefan „klaute“ diesen Satz noch und fortan dominierte Stefan das Spiel. Kleine taktische Veränderungen sorgten dafür, dass die folgenden Sätze deutlich ausfielen und Stefan mit seinem Erfolg den Schlusspunkt unter dieses spannende Match setzte.
Wir können mit den gezeigten Leistungen nicht zufrieden sein, wobei man auch dem Gegner ein großes Lob aussprechen muss. Dornbusch hat sich stark präsentiert und wird noch viele Gegner vor Probleme stellen. Wenn Dornbusch/Niederursel in den nächsten Begegnungen wieder komplett antreten sollte, dann werden noch einige Punkte erspielt werden können. Den Klassenerhalt, da bin ich mir sicher, wird diese Mannschaft mit Sicherheit erreichen.



